ErgoPad® system:s

Die Schuheinlage im Baukastensystem

ErgoPad system:s, Schuheinlage, Orthopädische Einlage

Circa 65 bis 75 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden unter Fußdeformitäten und Beschwerden. Mit ErgoPad systems kann eine perfekt auf die Indikation abgestimmte orthopädische Einlage zusammengestellt werden. Denn die Weichschaumeinlage bietet für alle gängigen Fußfehlstellungen einen speziellen Unterbau, der mit Oberbau-Varianten unterschiedlicher Materialien, Stärken und Formen kombiniert werden kann. Gemäß dem Schweregrad der Indikation stabilisieren die orthopädischen Einlagen das Längsgewölbe, korrigieren die Stellung des Sprunggelenkkomplexes und mindern Vorfußbeschwerden.

  • Indikationsbezogener variabler Aufbau 
  • Dank Konfigurator einfache Auswahl der Ober- und Unterbauten 
  • Geeignet für Normal- und Bequemschuhe

Indikationsbezogener Ansatz

Zu den häufigsten Fußfehlstellungen gehören die verschiedenen Ausprägungen des (Knick-)Senk-Spreizfußes und der Hohlfuß. Sie bilden die Grundlage für den Aufbau der ErgoPad systems. Je nach Indikation stehen dem Orthopädie(schuh)techniker hierfür fünf kurzsohlige und fünf langsohlige Unterbauten zur Auswahl. Die Oberbau-Varianten (Deckschichten und Bezüge) sind in Basic, Standard und Pro unterteilt, um diese entsprechend der Patientenanforderungen wählen zu können. Der Patient erhält so eine genau auf sein Beschwerdebild abgestimmte orthopädische Einlage.

Einlagen-Konfigurator

Die Auswahl aus den umfangreichen Möglichkeiten erleichtert der zugehörige Konfigurator. In drei Schritten zeigt er alle verklebten Kombinationsmöglichkeiten aus Ober- und Unterbauten der Einlagen einschließlich der Artikelnummern.

Schritt 1: Wahl des Schuhs (Normal- oder Bequemschuh)

Schritt 2: Bestimmen der Indikation:

  • Leichter Senk-Spreizfuß
  • Leichter Senkfuß 
  • Ausgeprägter (Knick-)Senk-Spreizfuß
  • Ausgeprägter (Knick-)Senk-Spreizfuß mit Fersenschmerz
  • Leichter/mittlerer Hohlfuß

Schritt 3: Auswahl der Oberbau-Varianten, die verklebt zum jeweiligen Unterbau angeboten werden (Basic, Standard und Pro)

Ausführungen und Anwendungsbereich

ErgoPad systems steht für Einlagen im Baukastensystem, die sich an den fünf gängigsten Fußdeformitäten orientieren. Sie können in Normal- und Bequemschuhen mit herausnehmbaren Einlegesohlen von mindestens 5 mm Stärke getragen werden.

Weitere Informationen zu den Ausführungen und der richtigen Auswahl finden Sie in unserer Broschüre.

Erhältlich nur beim Fachhändler

Die ErgoPad systems-Einlagen sind nur über einen Fachhändler – Orthopädie(schuh)techniker – zu beziehen. Dieser nimmt alle erforderlichen Maße des Fußes und stellt dessen Status dank manueller Untersuchung, Trittschaum-/Blauabdruck oder digitaler Messtechnologie fest. Im Anschluss daran und unter Berücksichtigung des getragenen Schuhwerks erstellt er eine maßgefertigte Einlage.

Besondere Eigenschaften der ErgoPad system:s

  • Indikationsbezogener Weichpolstereinlagenrohling im Sandwich-Aufbau (verklebte und unverklebte Varianten)
  • Physiologisch unbedenkliche Materialien  
  • Orthopädisch ausreichende Unterstützung der Fußgewölbe

Aufbau der Einlage

ErgoPad system:s Aufbau

1) Bezug
Unterschiedliche Bezugsmaterialien verfügbar

2) Deckschicht
Auswahl an EVA/PE-Deckschichten

3) Unterbau
Hochwertiger EVA-Unterbau in fünf unterschiedlichen Varianten

 

Anwendungsbereich

  • Geeignet für Menschen mit den typischen Ausprägungen von Knick-, Senk-, Spreiz- oder Hohlfüßen

Lebensdauer

  • Belastungs- und indikationsabhängige Lebensdauer 
  • Regelmäßige Überprüfung der funktionellen Eigenschaften wird empfohlen

Reinigungshinweise

  • Bezüge und Einlagenoberflächen bei Bedarf mit milder Waschlotion/Desinfektionsmittel abwischen (außer Lederbezüge) 
  • Nicht waschmaschinentauglich  
  • Keinen Wärmequellen aussetzen (Heizung, direkte Sonneneinstrahlung)  
  • An der Luft trocknen lassen

Bearbeitungshinweise – speziell für den Fachhändler

Verklebte Einlagenvarianten

  • Seitlicher Beschliff meist nur im Vorfußbereich, um die Einlage an die Schuhform anzupassen 
  • Bei Erwärmen der verklebten Einlagenvarianten ist von einer ungleichen Erwärmung der Ober- und
  • Unterbaumaterialien, von Schrumpf sowie vom Ablösen der Klebeverbindungen auszugehen.

Unverklebte Unterbauten

  • Modifizierung und anschließende Verklebung mit Oberbau 
  • Seitlicher Beschliff im Mittel- und Rückfußbereich 
  • Seitlicher Beschliff im Vorfußbereich, um die Einlage an die Schuhform anzupassen 
  • Verklebungen werden nötig, wenn unverklebte Modellvarianten durch orthopädische Aufbauten verändert werden sollen. Dazu sind der Unterbezug sowie das Aufbaumaterial aufzurauen (Körnung 24-100) und mit werkstattüblichen Klebstoffen (z.B. Renia topfit u.ä.) nach Angabe des Klebstoffherstellers zu verkleben und zu verpressen. 
  • Eine thermische Verformung, z.B. über individuelle Patientenleisten ist bei ca. 80°C – 100°C für ca. 30 Sekunden möglich. Achtung: Schrumpf des EVA-Unterbaus ist möglich.

Hauptindikationen

  • Leichter Senk-Spreizfuß
  • Leichter Senkfuß
  • Ausgeprägter (Knick-)Senk-Spreizfuß
  • Ausgeprägter (Knick-)Senk-Spreizfuß mit Fersenschmerz
  • Leichter/mittlerer Hohlfuß

Begleitindikationen

  • Achillessehnenbeschwerden
  • Kniegelenks-/Rückenbeschwerden

Wirkungsweise

Die in den Unterbauten enthaltene Thermoversteifung stabilisiert je nach Schweregrad der Fußdeformität das Längsgewölbe und stützt angenehm. Weiterhin korrigieren die leichte bis erhöhte Fersenschale sowie die Längsgewölbestütze die Stellung des Sprunggelenkkomplexes. Vermehrten Vorfußbeschwerden wirkt die anatomisch geformte Quergewölbepelotte entgegen.

Tipps

  • Beachten Sie bei der Wahl Ihrer Schuheinlage, in welchem Lebensbereich bzw. zu welchem Zweck Sie diese tragen möchten. Der Einlagentyp ist abhängig von dem jeweils getragenen Schuhwerk. Schuh und Einlage müssen zueinander passen!
  • Hinweise, wie Sie Ihre Füße fit halten können, finden Sie hier