Doktorandenprogramm Phlebologie

Bauerfeind Doktorandenprogramm

Der Doktorandenpreis richtet sich an junge Mediziner mit wissenschaftlichem Interesse auf den Gebieten Phlebologie, Lymphologie und verwandten Disziplinen.

Er wird seit 2008 jährlich an maximal zwei Bewerber vergeben. Die Ausschreibung wurde zwischen der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und dem Sponsor Bauerfeind AG Zeulenroda abgestimmt.

Interessenten reichen Ihre Bewerbung gemäß nachfolgenden Informationen (siehe BEWERBUNG UND KONTAKT) ein. Die benannte Jury entscheidet über den/die Preisträger. Die Verleihung erfolgt auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Bevorzugt werden Arbeiten, die die Kompressionstherapie in die Untersuchungen einbeziehen.


2012 - 5. Auflage

Preisgeld:

  • 5.000 Euro pro Preisträger (50% als Anschubfinanzierung, 50% bei Vorlage der Dissertationsschrift)

Bewerbungsschluss:

  • 30. Juni 2012

Verleihung:

  • 54. Jahrestagung der DGP 19. - 22.09.2012 Lübeck Musik- und Kongresshalle (www.dgp-luebeck.de)

Weitere Informationen:

Jury:

  • Prof. Dr. M. Jünger (Greifswald)
  • Dr. H. Gerlach (Mannheim)
  • Dr. H.-J. Thomä (Zeulenroda)

Anfragen:

Auf der 53. Jahrestagung der DGP in Berlin erhielten Gesine Schönitz und David Fischer den Doktorandenpreis 2011 zur Unterstützung ihrer Studiendesigns im Rahmen ihrer Dissertation.

Preisträger 2011

Auf der 53. Jahrestagung der DGP in Berlin erhielten Gesine Schönitz und David Fischer den Doktorandenpreis 2011 zur Unterstützung ihrer Studiendesigns im Rahmen ihrer Dissertation.

Gesine Schönitz

Gesine Schönitz erforscht in ihrem Dissertationsprojekt an der Universität Greifswald den Einfluss von Kompressionsstrümpfen in Kompressionsklasse II auf die Venenfunktion von gesunden Läufern. Mit dynamischen Venenfunktionstests wird die Hämodynamik der Beinvenen vor und nach laufbandergometrischer Belastung untersucht, um ggf. positive Effekte des Tragens von Kompressionsstrümpfen nachweisen zu können.

David Fischer

David Fischer promoviert im Bereich Phlebologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und untersucht in seinem Studiendesign an langjährigen Ulcus-cruris-Patienten die bakterielle Besiedlung vor Durchführung einer Shave-Therapie. Primäre Forschungsziele seiner Dissertation sind die Erfassung von verschiedenen Bakterienspezies im Ulcuskollektiv und die Korrelation der Häufigkeit der Bakterienbesiedlung und der Bakterienspektren mit bestimmten Einflussfaktoren.

Dr. med. Lutz Schimmelpfennig, Generalsekretär der DGP, Dr. Hans-Jürgen Thomä, Head Medical Affairs Phlebology, Bauerfeind AG, und Preisträger Markus Koster (v. l. n. r.).

Preisträger 2010

Im Rahmen der 52. Jahrestagung in Aachen wurde Markus Koster mit dem Doktorandenpreis 2010 ausgezeichnet.

Markus Koster

Markus Koster ist Doktorand an der Klinik für Angiologie am Universitätsspital Zürich. In seinem Dissertationsvorhaben untersucht der Schweizer die Validität einer neuen nicht-invasiven Methode des Venendruckmessens für die Diagnostik und Dokumentation chronischer Venenerkrankungen. „In meinem Forschungsprojekt versuche ich den Venendruck mittels einer neuen Technik zu messen. Und zwar unter Zuhilfenahme des Ultraschallgeräts – ganz ohne Nadeln und Schmerzen“, so der 23-Jährige. „Ich hoffe, dass die Resultate dazu beitragen, das Entstehen, aber auch das Innenleben von Krampfadern, besser zu verstehen. Vielleicht ergeben sich daraus sogar therapeutische Konsequenzen.“

Preisträger 2009

Die 51. Jahrestagung der DGP fand in Kombination mit dem XVI. Weltkongress des Internationalen Verbandes für Phlebologie in Monaco statt. Preisträgerin des Jahres 2009 ist Frau Katharina Garzon.

Katharina Garzon

Katharina Garzon

Katharina Garzon ist Studentin der Medizinischen Wissenschaften in Wien. Bereits ihre Diplomarbeit verfasste sie zum Themengebiet „Venöse Ulzera“ und bei ihrer Tätigkeit als Mitarbeiterin des Instituts für funktionelle Phlebochirurgie in Melk konnte sie ihr Wissen in diesem Forschungsbereich vertiefen. In ihrer Dissertation an der Medizinischen Universität Wien erforscht sie die Auswirkungen der Adipositas auf die Hämodynamik der Beinvenen.

„Möglich wird so ein aufwändiges Forschungsprojekt nur durch Unterstützung seitens der Industrie. Ich habe mich sehr gefreut, dass mein Projekt für den Bauerfeind Doktorandenpreis der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie ausgewählt wurde!“ so die 31-jährige. Katharina Garzon überzeugte die Jury mit ihrem Forschungsvorhaben zum „Einfluss der Adipositas auf den venösen Ruhedruck im Sitzen: Vergleich zwischen adipösen und normalgewichtigen Patienten mit Ulcus cruris venosum“. Dabei geht sie nicht nur der Frage nach, wie sich ein stark erhöhtes Körpergewicht auf die Druckverhältnisse in den Beinvenen auswirkt, sondern untersucht auch, welche Rolle das Sitzen, als häufigste Körperposition im täglichen Leben, dabei spielt. „Vielleicht lassen sich daraus Ansätze für präventive Maßnahmen entwickeln", hofft die Dissertantin.

Preisträger 2008

Frauenpower in der Forschung

Auf der 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie e.V. vom 15. bis 18. Oktober 2008 in Bochum wurden die Preisträger des diesjährigen Bauerfeind Doktorandenprogramms bekannt gegeben. 

Aila Pratsch

Aila Pratsch

Bessere Lymphödem-Risikoabschätzung

Die Göttinger Medizinstudentin Aila Pratsch war von ihrem Doktorvater Prof. Dr. med. Lutz Kretschmer auf das Förderprogramm aufmerksam gemacht worden. „Ich habe mich sehr gefreut, dass es auch schon für Doktoranden eine Fördermöglichkeit gibt und wollte diese Chance auf jeden Fall nutzen“, so die 24-Jährige.

Ihr Forschungsvorhaben zum Lymphödem der Beine nach einer Leistenlymphknoten-Operation im Rahmen der Behandlung eines malignen Melanoms überzeugte die Jury. „Das Beinlymphödem kann nach einer Lymphknoten-OP an der Leiste sehr ausgeprägt sein oder aber es ist nur eine kaum wahrnehmbare Schwellungsneigung vorhanden. Mit der Beinvolumenmessung mittels Image 3D video erhoffen wir uns, auch eine subklinische Schwellungsneigung erfassen zu können. Darüber hinaus widmen wir uns weiteren möglichen Risikofaktoren für ein Lymphödem“, erklärt Aila Pratsch. Ihr Ziel ist es, herauszufinden, welche Patienten besonders gefährdet sind, nach einer Leistenlymphknoten-Operation ein Lymphödem zu entwickeln.

Die Ergebnisse könnten künftig auch die Entscheidungsfindung von Medizinern unterstützen, wenn es gilt, sich für oder gegen eine Lymphknotenausräumung auszusprechen. 

Okka Gerdes

Okka Gerdes

Mit Kompressionstherapie Entzündungsmarker senken

Okka Gerdes überzeugte mit ihrem Studienvorhaben zum Einfluss der Kompressionstherapie auf ausgewählte Matrixproteine bei Patienten mit chronischer venöser Insuffizienz (CVI). Im Rahmen einer CVI sind spezifische entzündungsrelevante Matrixproteine nachweisbar, die bei der Ausbildung von typischen, venös bedingten Hautveränderungen eine Rolle spielen. Bei Venengesunden kommen sie in der Regel nicht vor.

„Wir wollen unter anderem überprüfen, ob die Anwendung medizinischer Kompressionsstrümpfe schon nach wenigen Wochen die Ausbildung der Matrixproteine Fibrillin 2 und Tenascin C reduzieren kann“, sagt die 24-jährige Medizinstudentin aus Lübeck. Speziell an dieser Arbeit reize sie, dass sie direkten Patientenkontakt habe, aber auch experimentell tätig sein könne. „Außerdem befasse ich mich mit einem Thema, das viele Menschen betrifft und aufgrund der Altersverteilung der Bevölkerung in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird.“