Thüringer Ausbildungspakt in Erfurt unterzeichnet
Berufliche Perspektiven für die Jugend, 29.04.2008
Der Thüringer Ausbildungspakt wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Den Vertrag haben am 29. April Vertreter von Landesregierung, Kammern und Verband der Wirtschaft sowie der Bundesagentur für Arbeit und des Kommunalen Arbeitgeberverbandes besiegelt. Für die IHK Ostthüringen zu Gera unterzeichnete Prof. Hans B. Bauerfeind.
„Der Pakt hat das Ziel, jedem Jugendlichen eine berufliche Perspektive in Thüringen zu schaffen“, erläuterte Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus während der Unterzeichnung in Erfurt. Über den Ausbildungspakt sollen den Jugendlichen vor allem betriebliche Lehrstellen, aber auch Lehrgänge, Praktika und Kurse zur Berufsvorbereitung angeboten werden. Zudem sollen neue Ausbildungsbetriebe gewonnen werden.
Die Unternehmen des Landes sagen mit dem Vertrag insgesamt 15.000 betriebliche Ausbildungsplätze zu, davon entfallen auf die Thüringer Industrie- und Handelskammern 9.800. Außerdem wollen die Kammern 740 erstausbildende Unternehmen gewinnen und 670 Angebote für betriebliche Einstiegsqualifikationen unterbreiten. Das Land Thüringen stellt 2008 knapp 20 Mio. EUR für den Ausbildungspakt bereit. Die Landesregierung will durch Förderprogramme das Angebot an Ausbildungsplätzen sowie an praxisorientierten Maßnahmen der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung quantitativ und qualitativ verbessern. Die duale Berufsausbildung soll gestärkt und weiterentwickelt werden.
In Thüringen ist die Zahl der Lehrstellensuchenden in diesem Jahr um 3.500 auf etwa 21.400 gesunken. 2010 gibt es voraussichtlich weniger als 15.000 Lehrstellensuchende. „Für die Unternehmen kommt es deshalb darauf an, ihre Ausbildungsanstrengungen zu verstärken, um auch künftig auf gut qualifizierte Fachkräfte zurückgreifen zu können“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz.
Bei der Bauerfeind AG hat man die Erfahrung gemacht, dass junge Leute viele Thüringer Betriebe und deren Angebote gar nicht kennen. Das Unternehmen nutzt alle Möglichkeiten, sich bekannt zu machen und über freie Lehrstellen sowie die duale Ausbildung zu informieren. Ziel ist zu zeigen, dass ein Unternehmen wie Bauerfeind Herausforderungen auf hohem Niveau bietet und viele berufliche Wünsche leistungsorientierter junger Thüringer erfüllt. Bauerfeind beteiligt sich daher regelmäßig an Schulprojekten, pflegt die Beziehungen zu den Berufsakademien und kooperiert mit Hochschulen in der Region.
