„Exzellente Botschafter unseres Landes“, 26.06.2006
Mit der letzten Siegerehrung auf der Medal Plaza in Turin endete auch die Arbeit des orthopädietechnischen Versorgungsteams bei diesen XX. Olympischen Winterspielen. Das Serviceangebot der Bauerfeind AG, Co Partner Deutschland und offizieller Ausstatter der deutschen Olympiamannschaften, wurde in mehr als 80 Fällen in Anspruch genommen.
In Abstimmung mit den Ärzten und Physiotherapeuten wurden Athleten aus verschiedenen Disziplinen im Olympischen Dorf in Turin, im Deutschen Haus in Sestriere und an den anderen Austragungsorten in den Bergen mit medizinischen Hilfsmitteln wie Bandagen und Orthesen versorgt – prophylaktisch und auch therapeutisch im Verletzungsfall. NOK-Präsident Dr. Klaus Steinbach, Chef de Mission in Turin, dankte dem Team für die geleistete Arbeit. Er sehe in der Fortsetzung der Partnerschaft zwischen dem NOK und Bauerfeind einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung der Athleten.
Steinbach zog am Samstag ein erstes Fazit der Winterspiele von Turin. Zwei Dinge vor allem würden ihm von Olympia 2006 in Erinnerung bleiben: die hervorragenden Leistungen und das vorbildliche Auftreten der deutschen Mannschaften – sie hätten sich als exzellente Botschafter unseres Landes erwiesen – und die beiden Fahrer, die ihn in unzähligen Stunden von Turin zu den Austragungsorten und zurück gebracht hätten.
Die logistischen Probleme traten aber auch an diesem letzten Wochenende hinter die Leistungen der Mannschaften zurück. 25 bis 26 Medaillen für Deutschland und ein Platz unter den Top-Nationen – das war das erklärte Ziel. Und die Erwartungen wurden erfüllt: Unsere Athleten holten elf Mal Gold, zwölf Mal Silber und sechs Mal Bronze: Platz 1 im Medaillenspiegel. Freilich gab es auch einige Enttäuschungen, aber insgesamt biete der deutsche Wintersport ein breites Spektrum und zähle in vielen Disziplinen zur Spitze, so Steinbach. Was auch er sehr bedauerte, waren die mageren Zuschauerzahlen. Über die Ursachen mochte er nicht spekulieren, für die Sportler jedenfalls seien die vielen Plätze, die leer blieben, nicht so toll gewesen. Generell habe das der Stimmung aber keinen Abbruch getan. Alle Beteiligten, auch die Athleten, hätten die manchmal nicht einfache Situation hervorragend gemanagt, so der NOK-Präsident. Und auch die Medal Plaza bzw. den Weg dorthin habe niemand als Belastung empfunden. In einzigartiger, in olympischer Atmosphäre den Lohn für die Anstrengungen der vergangenen vier Jahre entgegenzunehmen, ist nun mal das Größte für jeden Sportler.
