Bauerfeind AG

4. Bauerfeind Branchenforum

Bauerfeind Qualitätspartner blicken optimistisch in die Zukunft, 18.11.2009

„Qualität“ und „Preis“ waren zentrale Begriffe vergangene Woche beim 4. Bauerfeind Branchenforum in Frankfurt am Main, wo diskutiert wurde, wie der Sanitätsfachhandel erfolgreich am sich verändernden Gesundheitsmarkt agieren kann. Die Mehrheit der über 400 anwesenden Bauerfeind Qualitätspartner blickt optimistisch in die Zukunft.

Per TED wurden die Sanitätsfachhändler immer wieder befragt und aktiv in das Programm, das in erster Linie aus Vorträgen und zwei Podiumsdiskussionen bestand, eingebunden. Die Bilanz der vergangenen zwölf Monate fällt unterschiedlich aus: Für 48,3 % der Teilnehmer ging es mit ihrem Geschäft seit dem Bauerfeind Branchenforum 2008 „stetig bergauf“, für 40,8 % war die Entwicklung „gleich“. 10,8 % entwickelten sich „nach unten“.

62 % der Teilnehmer gehen davon aus, dass sich ihr Geschäft in den kommenden zwölf Monaten „aufwärts“ entwickelt. Eine gleichbleibende Entwicklung prognostizieren 32,6 %. Nur 10,4 % befürchten, dass es im nächsten Jahr mit ihrem Geschäft „abwärts“ geht. 78,7 % der Teilnehmer planen, ihr Geschäft in den kommenden zwölf Monaten zu verändern. Der Rest plant keine Veränderungen.

„Wir müssen starke Marken etablieren, von denen bekannt ist, dass sie besser sind als andere und deshalb auch einen höheren Preis wert.“ Dies ist für Vorstandsvorsitzenden Prof. Hans B. Bauerfeind der einzige Weg, den Entwicklungen im deutschen Gesundheitssystem zu begegnen. Er bekräftigte in seiner Rede das Bekenntnis zu Qualität in der Versorgung und Kundennähe.

„Nutzenorientierung und Qualität“ sind für die Barmer entscheidend, erklärte Dr. Johannes Vöcking. Der Vorstandsvorsitzende der Barmer hielt das Auftaktreferat zu einer engagiert geführten Podiumsdiskussion mit Vertretern von Ärzteschaft, Innungsverbänden und Hilfsmittelbranche. Vöcking gestand zu, dass Qualität ihren Preis kosten solle. Er betonte jedoch gleichzeitig, dass man über Preise aber diskutieren müsse. Das, so erwiderte Klaus-Jürgen Lotz, Vize-Präsident des Bundesinnungsverbandes Orthopädie-Technik (BIV) unter dem Applaus der Zuhörer, mache man seit 15 Jahren – und dabei seien die Preise für die Leistungen der Sanitätsfachhändler nicht gestiegen! Uneins waren das Plenum und Dr. Johannes Vöcking auch beim Thema Bürokratie. Die empfand der Barmer-Chef als nicht so hoch wie die anwesenden Sanitätsfachhändler. Der TED ergab: Niemand findet, dass der bürokratischen Aufwand in den vergangenen zwölf Monaten geringer geworden ist. Dagegen meinen 97,2 % der Sanitätsfachhändler auf dem Bauerfeind Branchenforum, dass der bürokratische Aufwand für sie größer geworden ist. 2,8 % schätzen ihn gleich ein.

Einig waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion darin, dass Qualität messbar gemacht werden müsse. Es bedürfe Parameter, die zeigen, ob eine Versorgung mit einem Produkt wirklich erfolgreich war. Barmer-Chef Vöcking brachte eine „leistungsbezogene Vergütung für erreichte Qualität“ – nach dem Prinzip „Geld folgt Erfolg“ – ins Spiel.

Über neue die Neuordnung der Gesellen- und Meisterprüfungsberufsbilder informierte BIV-Präsident Frank Jüttner. Die handwerklichen Berufsbilder müssten aktualisiert und die Ausbildung an die Erfordernisse der Zeit angepasst werden. Welchen Stellenwert die Ausbildung für die Betriebe hat, zeigte der letzte TED: Für 73,3 % der Sanitätsfachhändler ist die eigene Ausbildung von Nachwuchskräften sehr wichtig. Für 23,3, % ist Ausbildung wichtig und nur für 3,3 % weniger wichtig. Allerdings gaben 47,9 % an, dass es „sehr schwierig“ sei und 49,7%, dass es „eher schwierig“ für sie sei, auch wirklich gute Azubis zu finden.

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