Bauerfeind AG


Olympische Sommerspiele 2008

Die deutsche Stimme der Athleten im IOC, 22.08.2008

Als 23. deutsches IOC-Mitglied überhaupt wird am Sonntag Claudia Bokel in das Internationale Olympische Komitee (IOC) aufgenommen. Die Fechterin belegte bei der Wahl in die Athletenkommission einen großartigen dritten Platz. 1836 Olympioniken stimmten für die Deutsche. Für Schwimmer Christian Kubusch ist das Ergebnis keine Überraschung: „Ich habe genau die drei erstplatzierten Sportler gewählt.“

Eigentlich wollte der 20-Jährige lediglich wissen, was er gegen gelegentliche Gelenkbeschwerden beim Training tun könne. Doch die Wahl von Claudia Bokel war natürlich auch in der Bauerfeind Service-Station ein Thema. „Sie ist sogar mit dem Degen durch das Olympische Dorf gezogen“, berichtet Christian Kubusch.
Wie Bokel stellten sich weitere 28 Sportlerinnen und Sportler zur Wahl in die IOC-Athletenkommission. Darunter auch so bekannte Größen wie die belgische Tennisspielerin Justine Henin, Chinas Hürdenheld Lin Xiang oder der dänische Hindernis-Läufer Wilson Kipketer. Vier Plätze in der Athletenkommission, der Frankie Fredericks (Namibia) vorsitzen wird, waren zu vergeben. Claudia Bokel führte also Wahlkampf. Sie stand seit der Eröffnung des Olympischen Dorfes regelmäßig vor den Türen der Mensa, verteilte ihre Wahlkampfzettel in fünf Sprachen und suchte das Gespräch mit den Olympioniken. Sie besuchte zwischendurch auch die Bauerfeind Service-Station, um genau zu erfahren, was der Hilfsmittelhersteller aus Thüringen den deutschen Athleten bietet.

Von den 10.600 wahlberechtigten Olympioniken gaben im Verlauf der Spiele 7.830 ihre Stimme in der Mensa des Olympischen Dorfes ab. Auch Christian Kubusch. Der gebürtige Geraer musste nicht lange überlegen, wen er wählt: Den südkoreanischen Taekwondo-Olympiasieger Dae Sung Moon, weil er wirklich jeden Tag in seinem Kampfanzug vor der Mensa stand. Den russischen Schwimmstar Alexander Popov, weil er dieselbe Sportart betreibt und natürlich die Deutsche Claudia Bokel. Und genau das war am Ende auch das Wahlergebnis. Als Vierte schaffte es die kubanische Volleyballerin Yumilka Ruiz Luaces in die IOC-Kommission.

„Ich möchte den Sportlern eine Stimme geben im IOC“, sagte eine glückliche Claudia Bokel. Schwerpunkte ihrer Arbeit werden der Kampf gegen Doping und das Thema "Duale Karriere" – die Verbindung von Sport und Beruf/Ausbildung – sein. Die Chemikerin ist für acht Jahre gewählt und möchte noch in Peking mit der Arbeit loslegen: „Hier fängt mein Mandat an“, so die ehemalige Degenfechterin tatkräftig.

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Peking, 22. August 2008

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