Bauerfeind AG


Pressemitteilung der FH Münster

Fachhochschule Münster verleiht die Würde einer Honorarprofessur an Hans B. Bauerfeind, 29.11.2007

Münster/Steinfurt/Zeulenroda (29. November 2007). Stehende Ovationen für eine herausragende Persönlichkeit, die unternehmerischen Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verknüpft: Die Fachhochschule Münster würdigte am Donnerstag die Leistungen und das Engagement von Hans B. Bauerfeind mit der Verleihung einer Honorarprofessur. Die Bauerfeind AG unterstützt als einer der führenden Hersteller medizinischer Hilfsmittel maßgeblich den Studiengang Technische Orthopädie durch die Finanzierung eines Lehrstuhls. Darüber hinaus unterstützt Bauerfeind intensiv die Ausbildung junger Menschen in dieser Branche.

„Eigentlich ist es kaum möglich, die Anforderungen an die Verleihung einer solchen Honorarprofessur zu erfüllen“, erläuterte Rektor Prof. Dr. Klaus Niederdrenk während der Feierstunde auf dem Steinfurter Campus mit Blick in die Geschichte. In 36 Jahren habe die Hochschule gerade einmal sechs Persönlichkeiten diese Würde zuteil werden lassen. Die Hürde sei unermesslich hoch und stünde den Ansprüchen an eine ordentliche Professur in nichts nach. Dieser Titel sei Menschen vorbehalten, die einen überzeugenden praktischen und ideellen Mehrwert für die Hochschule darstellten. Das Engagement Bauerfeinds sei eine außerordentliche Stärkung und Bereicherung.

Dass Bauerfeind weitaus mehr ist als ein Unternehmer und Förderer machte der Dekan des Fachbereiches Physikalische Technik, Prof. Dr. Thomas Rose, deutlich. Der Forscher Bauerfeind halte selbst über 60 Patente, die Themen reichten von neuartigen Bandagen über so genannte Orthesen und Prothesen bis hin zu automatisierten Produktionsmaschinen. Die
Förderung der Ausbildung von Fachkräften beschränke sich nicht allein auf die Unterstützung des Studiengangs Technische Orthopädie. Ebenso beteilige sich Bauerfeind an einem internationalen Ausbildungsprogramm, für das das Unternehmen regelmäßig einen eigenen Preis vergibt. Als kleines Postskriptum merkte Rose an, dass Bauerfeind erst unlängst als
herausragende Unternehmerpersönlichkeit in dem Buch „Die 101 Haudegen der deutschen Wirtschaft“ gewürdigt wurde.

Als Glücksfall für das Land NRW bezeichnete Ministerialrat Burkhard Reith vom Innovationsministerium die Initiative, die zur Einrichtung des Studiengangs geführt hatte. Zunächst habe es viele Vorbehalte gegeben, das Feld der akademischen Ausbildung in den Gesundheitsberufen auch auf Fachhochschulen auszuweiten. Es sei nicht zuletzt auch Bauerfeind zu verdanken, dass sich dies geändert habe. In welcher Weise demonstrierte anschaulich Simone Werner, Studentin im 7. Semester. Sie präsentierte die Vielseitigkeit des Studienangebotes und den großen Zusammenhalt der Studierenden.

Sichtlich gerührt gab Bauerfeind sogleich das Kompliment weiter an Prof. Dr. Hans Henning Wetz, Direktor der Klinik für Technische Orthopädie an der WWU Münster. Er habe in den 90-er Jahren die Idee für ein solches Studienangebot gehabt. Inzwischen sei es seit 2003 Realität in Form eines interdisziplinären, hochschulübergreifenden Angebotes, an dem auch die Bundesfachschule für Orthopädie-Technik Dortmund beteiligt sei.
Aufgrund des großen Erfolges sagte Bauerfeind zu, auch künftig „diese Symbiose aus Handwerk, Technik und Medizin“ finanziell zu fördern.

In einem flammenden Plädoyer forderte er mehr Beweglichkeit in den Köpfen der Politik. Die zahlreichen Gesundheitsreformen würden immer komplizierten und seien der unfruchtbare Versuch ein „System zu erhalten, das nur mit Krücken weiterlaufen könne“. Der Staat müsse endlich verstehen, dass die Patienten Kunden seien. Es gehe nicht darum, eine Vollversorgung dadurch zu gewährleisten, dass nur noch die billigsten Hilfen zur Verfügung gestellt würden. „Der Bürger ist mündig und möchte eben nicht das Billigste, sondern das Beste für seine Gesundheit“, so Bauerfeind. Sicherzustellen sei eine Grundversorgung nach dem Prinzip der Solidargemeinschaft. Für alles darüber hinaus müsse jeder selbst Verantwortung zeigen – und das in einem freien Markt, der von Wettbewerb und nicht von einer Discount-Mentalität geprägt sei.

Weitere Informationen: www.fh-muenster.de/hochschulkommunikation

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