Bauerfeind AG


Olympische Sommerspiele 2008

„Sportler brauchen Sicherheit“, 20.08.2008

Für Ann Kathrin Linsenhoff sind diese Olympischen Spiele etwas ganz Besonderes: Sie ist nicht als Sportlerin, sondern zum ersten Mal als Vorstandsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe bei Olympia unterwegs. „Das ist eine ganz neue Erfahrung für mich“, erzählt die Dressur-Olympiasiegerin von 1988 beim Besuch in der Bauerfeind Service-Station.

Anstatt sich auf Wettkämpfe vorzubereiten, spricht die Sporthilfe-Chefin mit Olympiateilnehmern oder trifft Partner aus der Wirtschaft. „Ich führe viele Gespräche und pflege Kontakte“, beschreibt die 48-Jährige ihre Aufgaben in Hongkong und Peking. Immer wenn Zeit und Gelegenheit ist, zieht es die einstige Weltklasse-Dressurreiterin an die Wettkampfstätten und zu den Sportlerinnen und Sportlern.

Erst Anfang April 2007 hatte Ann Kathrin Linsenhoff aufgrund einer Borreliose-Erkrankung ihren Rücktritt vom aktiven Reitsport erklärt. Seit 1. Januar 2008 ist sie Vorsitzende der Deutschen Sporthilfe, die rund 4000 Athletinnen und Athleten in über 50 Sportarten ideell und finanziell fördert. Vor allem das Thema "Duale Karriere", also die Verbindung von Sport und Beruf bzw. Ausbildung, liegt der Mutter zweier Kinder am Herzen. „Sportler brauchen Sicherheit“, weiß die 48-Jährige. Über 90 Prozent der deutschen Olympioniken in Peking erhalten Unterstützung von der Deutschen Sporthilfe. Deren jährlicher Gesamtförderetat beträgt zehn bis zwölf Millionen Euro. Gefördert werden sowohl olympische als auch nichtolympische Sportarten – nach ihrer Perspektive und Leistung, ungeachtet ihrer Attraktivität für Sponsoren und Medien. Die einzelnen Fördermaßnahmen werden von einem unabhängigen, fachkundigen Gutachterausschuss beschlossen. „Viele Sportler bestätigen mir hier, wie wichtig die 100 oder 200 Euro monatliche Sporthilfe sind“, sagt Ann Kathrin Linsenhoff.

In der orthopädietechnischen Service-Station beobachtet die ehemalige Spitzensportlerin, wie Katja Speth und Joachim Böckelmann vom Medical Technical Support von Bauerfeind zwei Wasserspringerinnen mit Bandagen ausstatten und ihnen die Handhabung genau erklären. Gespannt verfolgt die approbierte Tierärztin die Analyse einer Fußdruckmessung. Dann geht Ann Kathrin Linsenhoff selbst mit Messsohlen in den Schuhen den Flur auf und ab und betrachtet schließlich das Ergebnis auf dem Bildschirm. Es wird mit dem Bauerfeind Versorgungsteam und dem Sport-Physiotherapeuten diskutiert – genau, wie das bei den Olympioniken geschieht. Plötzlich springt Ann Kathrin Linsenhoff auf. Sie muss los. Über eine Stunde ist wie im Fluge vergangen. „Ich komme in Ruhe wieder“, verspricht sie. Bis Sonntag ist das Bauerfeind Versorgungsteam ja noch vor Ort.

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Peking, 20. August 2008


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