Bauerfeind AG


Altes Firmengebäude in Zeulenroda

Vom Familienbetrieb zur international tätigen Unternehmensgruppe

Die Geschichte des Familienunternehmens beginnt in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im ostthüringischen Zeulenroda, wo einst fast jeder weltweit verkaufte Kompressionsstrumpf gefertigt wurde.

1929 gründet Bruno Bauerfeind eine Spezialfirma zur Herstellung medizinischer Kompressionsstrümpfe.

Produktionshalle und Bürogebäude in Zeulenroda

1939 beschäftigt Rudolf Bauerfeind, der Sohn des Firmengründers, bereits 100 Mitarbeiter.

1949, die Politik der sowjetischen Besatzer ist alles andere als unternehmerfreundlich, verlässt die Familie Bauerfeind Zeulenroda und beginnt in Darmstadt-Eberstadt mit dem Neuaufbau.

1972 übernimmt Hans B. Bauerfeind, der Enkel des Firmengründers, das Unternehmen Diedrich Grote Nachfolger in Kempen und fasst die Firmen in Darmstadt und Kempen 1978 zur Bauerfeind GmbH mit Sitz in Kempen zusammen.

1984 nimmt die neue Produktionsstätte in Kempen den Betrieb auf. In den nächsten Jahren gründet Bauerfeind eigene Vertriebsgesellschaften in Europa und den USA und übernimmt u. a. die Spezialfirmen Berkemann Hamburg und Globus K. Kremendahl Remscheid.

1991 kehrt Hans B. Bauerfeind mit dem Familienunternehmen in seine Heimatstadt Zeulenroda zurück. Der Hersteller von Kompressionsstrümpfen, Bandagen, Orthesen, orthopädischen Einlagen und seit 2001 auch prothetischen Passteilen agiert national und international in vier Geschäftsbereichen am Markt.

Am Standort der Firmenzentrale Zeulenroda entstehen mit erheblichem Investitionsaufwand:

1994 die wohl modernste Produktionsstätte für medizinische Kompressionsstrümpfe,

1999 das Bauerfeind Innovationscentrum, die zentrale Ideenschmiede des Unternehmens, das seit 2002 als Bauerfeind AG firmiert,

2003 das Logistikzentrum und

2004 das neue Verwaltungsgebäude – mit 57 Metern der höchste Neubau in der Region nach der Wende.

2005 verlängert Bauerfeind mit dem Nationalen Olympischen Komitee (jetzt Deutscher Olympischer Sportbund) die 2001 eingegangene Co Partnerschaft Deutschland um drei weitere Jahre. Als offizieller Ausstatter der deutschen Olympiamannschaften unterstützt Bauerfeind auch 2008 in Peking die Mannschaftsärzte und Physiotherapeuten bei der Versorgung der deutschen Olympioniken.

2007 legt Bauerfeind ein Qualitätspartner-Programm für den Sanitätsfachhandel in Deutschland auf. Ziel ist es, die Qualität der Beratungs- und Serviceleistungen des Fachhandels und damit eine bestmögliche Versorgung der Patienten sicher zu stellen. Mittlerweile haben sich mehr als 1000 Partner in Handel und Werkstatt dem Partner-Programm angeschlossen.

Ab Oktober 2007 wird Berkemann von Eigentümer Thomas Bauerfeind als eigenständige Gesellschaft weitergeführt.

Im November 2007 verleiht die Fachhochschule Münster eine Honorarprofessur an Hans B. Bauerfeind. Damit würdigt die Hochschule sein Engagement für den Studiengang Technische Orthopädie.

Ende Februar 2008 wird Prof. Hans B. Bauerfeind zum Präsidenten der IHK Ostthüringen zu Gera gewählt.


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